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2 Min. Lesezeit

Atlassian Pricing Announcement 2026: Usage-Based Pricing

Atlassian Pricing Announcement 2026: Usage-Based Pricing

Atlassian Preisänderung 2026: Was Usage-Based Pricing für Ihr Unternehmen bedeutet

Atlassian hat am 1. September 2026 eine wesentliche Erweiterung seines Preismodells angekündigt: die Einführung von Usage-Based Pricing. Ab dem 3. Dezember 2026 wird der tatsächliche Verbrauch bei KI-Funktionen, Automatisierung und Bitbucket direkt abgerechnet. Seat-basierte Lizenzen für Jira, Confluence und Jira Service Management bleiben bestehen, das verbrauchsbasierte Modell kommt als zusätzliche Steuerungsebene hinzu.

Für IT- und Procurement-Teams heißt das konkret: Das Atlassian-Budget für 2027 lässt sich nicht mehr allein aus der Nutzerzahl ableiten.

 

Was ist Atlassian Usage-Based Pricing?

Bisher war der Preis pro Jira-, Confluence- oder JSM-Instanz primär an die Anzahl der Sitzplätze (Seats) gekoppelt. Ab Ende 2026 ergänzt Atlassian eine zweite Achse: den tatsächlichen Verbrauch

Gemessen wird dieser über fünf zentrale Funktionsbereiche (sog. Meter):

  • Rovo Credits – für tiefergehende KI-Interaktionen wie Rovo Chat, den Jira Coding Agent, Confluence AI Slides und Teamwork-Graph-Abfragen. Einfache Inline-Zusammenfassungen und Rovo Search bleiben kostenlos.
  • Automation Steps – jeder ausgeführte Schritt einer Automatisierung (Trigger, Bedingung, Aktion, Verzweigung, Schleifendurchlauf).
  • CSM AI Agent Resolutions – abgerechnet wird nur, wenn ein KI-Agent eine Kundenanfrage vollständig autonom löst, ohne menschliches Eingreifen.
  • Assets Objects – die Verfügbarkeit wird auf mehr Kundensegmente ausgeweitet.
  • Bitbucket-Nutzung – Build-Minuten, LFS-Storage und Package-Storage/-Network werden auf organisationsweite Pools umgestellt.

Wie funktionieren die Freikontingente (Allowances)?

Die im Vertrag enthaltenen Freikontingente richten sich nach Ihrem Plan-Tier sowie der Sitzplatzzahl. Sie werden auf Organisationsebene gebündelt und laufen monatlich neu auf. Nicht verbrauchte Kontingente verfallen am Monatsende.

Eine Ausnahme: Für CSM AI Agent Resolutions gibt es kein Freikontingent. Hier greift die Abrechnung ab der ersten erfolgreich autonom gelösten Anforderung (Default-Nutzungsgrenze: 25.000 Resolutions/Monat, individuell konfigurierbar).

 

Was kostet Mehrverbrauch ab Dezember 2026?

Sollte Ihr Unternehmen die enthaltenen Kontingente überschreiten, greifen folgende Standardtarife:

  • Rovo Credits: 0,01 US-Dollar pro Credit (bzw. 10 US-Dollar pro 1.000 Credits).
  • Automation Steps: 0,50 US-Dollar pro 1.000 Schritte.
  • CSM AI Agent Resolution: 1,00 US-Dollar pro vollständig autonom gelöster Kundenanfrage.

Extra-Verbrauch ist standardmäßig aktiviert. Admins können in Atlassian Administration Limits setzen oder Mehrverbrauch komplett deaktivieren.

 

Drei Punkte, die in der Praxis leicht übersehen werden

1. Pooling auf Organisationsebene ist zweischneidig. Die Bündelung aller Kontingente auf Organisationsebene schafft Flexibilität, reduziert aber gleichzeitig die Transparenz über die Verursacher. Ein einziges Team mit sehr intensiver Rovo-Nutzung kann das gemeinsame Budget der gesamten Organisation aufbrauchen, bevor andere Abteilungen überhaupt gestartet sind.

2. Automation Steps zählen auch bei Fehlschlägen. Abgerechnet wird nicht die erfolgreich durchgelaufene Automations-Regel, sondern jeder einzelne ausgeführte Schritt – unabhängig vom Ergebnis. Auch Schritte mit dem Status "Kein Treffer" oder "Abgebrochen" verbrauchen wertvolles Kontingent. Komplexe, verschachtelte Automatisierungen mit Schleifen bergen hier unbemerkte Kostenrisiken.

3. Die Wahl des Plans hat jetzt einen direkten Preishebel. Kunden, die von einzelnen Jira- oder Confluence-Lizenzen auf eine Teamwork- oder Service-Collection wechseln, erhalten laut Atlassian bis zu 10-fach höhere KI-Allowances gegenüber der kombinierten Standalone-Baseline. Das verschiebt die Wirtschaftlichkeitsrechnung zwischen Einzelprodukten und Collections spürbar.

 

Zeitplan im Überblick

1. September 2026:

Ankündigung. Erste Verbrauchsdaten und Metriken sind ab sofort in der Atlassian Administration sichtbar.

Laufend:

Automatische Benachrichtigungen informieren beim Erreichen von 80 % und 100 % des Freikontingents.

3. Dezember 2026:

Die Abrechnung von Mehrverbrauch tritt für die meisten Meter offiziell in Kraft.

Was das für Ihr Unternehmen bedeutet

Für die meisten Organisationen ändert sich am 3. Dezember zunächst wenig, solange die Nutzung innerhalb der enthaltenen Allowances bleibt. Relevant wird es dort, wo KI- und Automatisierungs-Nutzung in den letzten Monaten deutlich gewachsen ist, ohne dass der konkrete Verbrauch zentral erfasst wurde.

Sie möchten wissen, wie sich die Änderung konkret auf Ihren Atlassian-Stack auswirkt? Als langjähriger Atlassian Platinum Solution Partner helfen wir Ihnen, Ihren aktuellen Verbrauch zu analysieren, Lizenzmodelle zu optimieren und ungeplante Kosten zu vermeiden.

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